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Über Entschleunigung und Selbstoptimierung: POLImotion im Glück

Über Entschleunigung und Selbstoptimierung: POLImotion im Glück

Über Entschleunigung und Selbstoptimierung: POLImotion im Glück

Am 08.03.2018 kam das Glück an die Universität Mannheim!

In unserem Vortrag „Glück als Staatsziel“ haben unsere Gäste Johannes Hirata, VWL-Professor der Universität Osnabrück, und Gina Schöler, Gründerin des Ministeriums für Glück und Wohlbefinden in Mannheim, geleitet durch unseren Moderator Jonas Schulze Pals, die Idee des subjektiven und kollektiven Glücks diskutiert. Im Fokus stand Glück als Konzept und wie wir es im Privaten, sowie auch als Nation erreichen können.

Eingeführt wurde die Podiumsdiskussion durch einen kurzen Vortrag Hiratas zum Land Bhutan, in welchem seit 2008 anstatt dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein alternativer Indikator für den Wohlstand der Bevölkerung herangezogen wird: das Bruttonationalglück (BNG). Danach wurde im Rahmen der Diskussion die Messung des BNGs in Bhutan kritisch beleuchtet – wie wird das Konzept dort umgesetzt, ist es überhaupt erstrebenswert? Warum landet die Nation, welche „Glück“ als oberstes Staatsziel festgeschrieben hat, trotzdem nur auf Platz 81 des internationalen Glücksindex? Gemessen wird das BNG anhand eines standardisierten Fragekatalogs. Darauf basierend werden dann politische Ziele definiert, um einzelne unterbewertete Punkte für die Bevölkerung zu verbessern. Hierbei stellten unsere Gäste fest, dass Glück bzw. Zufriedenheit etwas sehr subjektives ist, sodass vielleicht doch eher vom Wohlstand der Nation die Rede sein sollte. Dennoch konnte Bhutan in den letzten Jahren das BNG zumindest etwas steigern. Dazu stellte sich aber die Frage, wie die Vertreibung von tausenden Menschen aus Bhutan mit diesem Staatsziel vereinbar sein soll.

Übergeleitet wurde die Diskussion auf den Fall Deutschland: Auf die Frage hin, ob sich eine Messung des BNGs in Deutschland praktisch umsetzen ließe, betonte Hirata, dass die Daten bereits vorhanden wären – es benötige nur Arbeitskräfte und Geld zur Auswertung. Schöler ging hierbei auch der Frage nach, was genau zu einer glücklicheren Bevölkerung führen würde: Mehr freie Zeit sei fast wichtiger als höhere monetäre Ressourcen.

Den Abschluss der Diskussion bildete ein Ausblick darauf, was wir selbst tun können, um glücklicher zu werden. Stichwort „Entschleunigung“ und der Ausstieg aus der „Schiene der Selbstoptimierung“, welcher wir in unserer Gesellschaft alle unbewusst folgen, kamen zur Sprache. Und im Endeffekt zählen vor allem die Kleinigkeiten im Leben, die Momente, in denen wir glücklich sind, die das Glück jedes Einzelnen ausmachen.

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