Das Jahrhundertprojekt: Der Nachbau des menschlichen Gehirns

Das Gehirn ist ein Gebilde aus 100 Milliarden Nervenzellen, die durch 100 Billionen Synapsen miteinander verbunden sind. Es gibt kaum Informationen darüber, wie das Gehirn Informationen speichert oder wie die Zellen sich zu „Arbeitsgruppen“ organisieren. Ein schwer beschädigtes Gehirn kann beispielsweise weiterhin leistungsfähig arbeiten. Die Frage, die sich anhand dieser Komplexität stellt, lautet: Kann man nach dem Vorbild des Gehirns ein künstliches, kognitives System entwickeln? Zumindest erhofft man sich allein durch den Versuch mehr Verständnis für die Funktionsweise unseres Gehirns. Oder umgekehrt: Die neugewonnenen Erkenntnisse über das Gehirn zur Computerentwicklung einsetzen zu können.

Darüber berichten wird Karlheinz Meier, er ist ein deutscher Physiker und Professor für Experimentalphysik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo er zu neuronalen Netzen forscht. Er ist einer der Mitinitiatoren des mit über 1 Milliarde Euro von der Eurpäischen Kommission geförderten Human Brain Projects.

Wo? Schloss | M003
Wann? 02.05.2017 | 19:00 Uhr
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